Der Kontrabass
—
0 Bewertungen

Der Kontrabass

Patrick Süskind
Theater · 1981
Zeitgenossen

Über das Werk

„Der Kontrabass" ist ein einaktiger Monolog von Patrick Süskind, sein literarisches Debüt und bis heute sein einziges Bühnenwerk. Das Stück entstand 1980, wurde zunächst als Hörspiel im Süddeutschen Rundfunk gesendet und am 22. September 1981 am Cuvilliés-Theater München mit Nikolaus Paryla uraufgeführt. Die Buchausgabe erschien 1984 bei Diogenes.

Handlung

Ein namenloser Kontrabassist eines mittelmäßigen Orchesters spricht in seiner schalldichten Wohnung ausführlich über sein sperriges, wenig glamouröses Instrument, das er zugleich als „Krone der Schöpfung" feiert und als Fluch seines Lebens verflucht. Zwischen Selbstmitleid und Größenwahn kreist er immer wieder um seine unerfüllte, imaginäre Liebe zur Sopranistin Sarah, die er nur aus der Ferne kennt. Am Ende bleibt es bei der Fantasie – seine Isolation und Bedeutungslosigkeit im Orchester ändern sich nicht.

Kulturelle Bedeutung

Dank seiner minimalen Bühnenanforderungen – ein Schauspieler, ein Kontrabass – eroberte das Stück rasch die deutschsprachigen Bühnen und wurde in rund 28 Sprachen übersetzt. Es gilt als Süskinds literarischer Durchbruch, noch vor dem Welterfolg seines Romans „Das Parfum" (1985), und zählt bis heute zu den meistgespielten deutschsprachigen Theaterstücken.

Community-Bewertung
—
0 Bewertungen
Home
Entdecken
Freunde
Profil