Der Keim
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Der Keim

Tarjei Vesaas
Theater · 1940
Klassiker

Über das Werk

„Der Keim“ ist die deutsche Fassung von Tarjei Vesaas' Roman „Kimen“, der im Herbst 1940 in Norwegen erschien, im selben Jahr, in dem deutsche Truppen das Land besetzten. Eine gekürzte deutsche Fassung erschien bereits 1966 unter dem Titel „Nachtwache“ (Suhrkamp, übersetzt von Elisabeth Stahlschmidt); die vollständige Neuübersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel veröffentlichte der Guggolz Verlag 2023 unter dem heutigen Titel.

Handlung

Auf einer kleinen, abgeschiedenen norwegischen Insel lebt die Bauernfamilie Li: die Eltern Karl und Mari, ihr erwachsener Sohn Rolv und die siebzehnjährige Inga. Ein traumatisierter Fremder, der eine Explosion in seiner Fabrik überlebt hat, taucht auf der Insel auf und tötet Inga im Wald. Angeführt von Rolv jagt und erschlägt die Dorfgemeinschaft daraufhin den Fremden und muss sich anschließend mit der eigenen Schuld auseinandersetzen.

Kulturelle Bedeutung

„Kimen“ markiert in Vesaas' Werk den Übergang zu einer allegorischen Erzählweise, die er in Nachkriegsromanen wie „Das Haus im Dunkeln“ (1945) fortführte, und gilt neben „Das Eis-Schloss“ (1963) als eines seiner bedeutendsten Bücher. Der Roman liegt auch in englischer Übersetzung als „The Seed“ vor und wurde 1974 unter demselben Titel von Erik Solbakken verfilmt.

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