Über das Werk
Der Karneval in Rom ist eine Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn), seine zweite für die Bühne, mit einem Libretto von Josef Braun und Gesangstexten von Richard Genée. Die Uraufführung fand am 1. März 1873 am Theater an der Wien statt, mit Marie Geistinger in der Hauptrolle der Marie.
Handlung
Die Tiroler Bäuerin Marie verliebt sich in den Kunstmaler Arthur, der sie porträtiert und danach nach Rom weiterzieht. Sie folgt ihm dorthin, verkleidet sich als Savoyer-Junge und wird als vermeintlicher Schüler in sein Atelier aufgenommen – wo es zu Verwicklungen mit der kokettierenden Gräfin Falconi kommt, bis Arthur Maries wahre Identität anhand einer Zeichnung erkennt.
Kulturelle Bedeutung
Mit diesem Werk löste sich Strauss zunehmend vom musikalischen Vorbild Offenbachs. Die Operette geriet nach der Uraufführung weitgehend in Vergessenheit und wurde erst 1937 in einer Bearbeitung von Franz Marszalek in Dortmund wiederentdeckt; eine bedeutende Wiederaufnahme nach der Neuen Johann-Strauss-Gesamtausgabe zeigte 2004 die Staatsoperette Dresden.