Der goldene Drache
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Der goldene Drache

Péter Eötvös
Oper · 2014

Über das Werk

„Der goldene Drache“ ist ein Musiktheaterwerk von Péter Eötvös nach dem gleichnamigen Schauspiel von Roland Schimmelpfennig; für das Libretto griff Eötvös auf den Text des Stücks zurück. Der Komponist selbst dirigierte die Uraufführung am 29. Juni 2014 im Bockenheimer Depot der Oper Frankfurt, einer gemeinsamen Auftragsarbeit von Ensemble Modern und Oper Frankfurt.

Handlung

In der Küche eines chinesischen Schnellrestaurants erleidet ein junger, papierloser Koch starke Zahnschmerzen; da ihm ein Arztbesuch verwehrt bleibt, ziehen ihm Kollegen den Zahn mit einer Zange, woran er verblutet. Der Zahn landet in der Suppe einer Flugbegleiterin und reist bis nach China, während die Leiche des Kochs nach zwei Jahren auf See als Skelett zurückkehrt. Fünf Sänger tragen die Geschichte vor und wechseln dabei fortlaufend Rolle, Geschlecht und Alter.

Kulturelle Bedeutung

Die rund 21 Szenen laufen in Echtzeit ab, das Schlagwerk setzt Alltagsgegenstände wie Gemüsemesser, Flaschen und Kämme ein. Eötvös nannte das Werk bewusst nicht Oper, sondern Musiktheater, um das erzählerische Element in den Vordergrund zu stellen.

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