Der Girschkarten
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Der Girschkarten

Lukas Rietzschel
Theater · 2025
KomödieZeitgenossen

Über das Werk

„Der Girschkarten“ ist eine Komödie von Lukas Rietzschel, der darin Motive aus Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ (1904) frei in die deutsche Gegenwart verlegt; Figuren und Handlung sind neu erfunden. Das Stück entstand als Auftragswerk für das Schauspiel Leipzig, wo Enrico Lübbe es am 27. November 2025 in der Spielstätte Diskothek uraufführte. Die Rechte vertritt der S. Fischer Verlag.

Handlung

Ein altes Haus mit verwildertem Garten liegt inzwischen eingezwängt zwischen Neubaugebieten mit Carports und Bewegungsmeldern. Dort kommen die Großmutter, ihre Söhne Peter und Alexander, Peters Freundin Dunja, seine Tochter Anja und deren Freund Anton zusammen, um zu klären, ob das Anwesen saniert, als Ferienunterkunft vermietet oder an Bauträger verkauft werden soll; die Großmutter will nicht verkaufen. Statt eine Entscheidung zu treffen, streitet die Familie über Grundstücksmaße, den Zustand des Hauses und die gemeinsame Vergangenheit, bis sich selbst über einfache Tatsachen keine Einigkeit mehr herstellen lässt, und auch die Nachbarin mischt sich ein.

Kulturelle Bedeutung

Die Uraufführung wurde von der Kritik, darunter nachtkritik.de und Die Deutsche Bühne, überwiegend gelobt, vor allem dafür, wie Rietzschel Tschechows Stillstand und Verlustangst mit heutigen Themen wie Nostalgie, zerfallender gemeinsamer Wirklichkeit und Zersiedelung verbindet. 2026 wurde das Stück als eines von sieben Werken für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert.

Community-Bewertung
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Kommende Aufführungen
Diskothek (Schauspiel Leipzig) · Leipzig
28. Oktober 2026
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