Über das Werk
Vaudeville in drei Akten von Georges Feydeau, uraufgeführt am 2. März 1907 im Théâtre des Nouveautés in Paris. Feydeau selbst bezeichnete das Stück als Vaudeville; im deutsch- und englischsprachigen Theater gilt es heute meist als Musterbeispiel der klassischen Verwechslungsfarce.
Handlung
Weil sie ihren Mann Victor Emmanuel Chandebise der Untreue verdächtigt, lockt Raymonde ihn zusammen mit ihrer Freundin Lucienne per gefälschtem Liebesbrief ins zwielichtige Hôtel Minet-Galant. Dort wird Chandebise ständig mit dem versoffenen Hotelpagen Poche verwechselt, seinem exakten Doppelgänger, sodass sich um Luciennes eifersüchtigen spanischen Ehemann und das halbe Personal der Chandebises ein immer turbulenteres Verwechslungschaos entspinnt.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung schien zunächst an den Erfolg von Feydeaus früherem Welterfolg La Dame de chez Maxim anzuknüpfen, wurde jedoch durch den plötzlichen Tod des Hauptdarstellers nach 86 Vorstellungen abgebrochen. An der altehrwürdigen Comédie-Française, die Feydeaus Farcen lange als reine Boulevard-Kost behandelte, kam das Stück erst 1978 erstmals auf die Bühne.