Über das Werk
Der fidele Bauer ist eine Operette in einem Vorspiel und zwei Akten von Leo Fall nach einem Libretto von Victor Léon. Sie wurde am 27. Juli 1907 im Rahmen der Operettenfestspiele am Großherzoglichen Hoftheater Mannheim unter Robert Stolz uraufgeführt und war Falls erster großer Bühnenerfolg.
Handlung
Der verwitwete Bauer Matthäus Scheichelreuther schickt seinen Sohn Stefan zum Theologiestudium, doch dieser wird heimlich Arzt und kehrt Jahre später als hochmütiger Akademiker zurück, der sich mit einer vornehmen Berlinerin verlobt, ohne seine Familie einzuladen. Enttäuscht adoptiert der Vater den unehelichen Sohn der Kuhmagd Lisi. Als Stefans Frau Friederike den Dorfbewohnern bei einem späteren Besuch unbefangen und freundlich begegnet, versöhnt sich Stefan schließlich mit seiner Herkunft und seinem Vater.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk begründete Falls Ruhm als Operettenkomponist und wechselte rasch an das Theater an der Wien und das Berliner Theater des Westens. Bis heute bekannt ist vor allem das Lied Heinerle, heinerle, hab kein Geld, in dem eine Mutter um Geld für ihr Kind bittet.