Der Evangelimann
—
0 Bewertungen

Der Evangelimann

Wilhelm Kienzl
Oper · 1895

Über das Werk

Musikalisches Schauspiel in zwei Akten von Wilhelm Kienzl, der auch das Libretto schrieb. Grundlage ist eine Erzählung von Leopold Florian Meissner um einen zu Unrecht der Brandstiftung bezichtigten Mann. Die Uraufführung fand am 4. Mai 1895 am Königlichen Opernhaus Berlin unter der musikalischen Leitung von Karl Muck statt.

Handlung

Der Novize Mathias liebt Martha, die Nichte des Klosterverwalters Friedrich Engel. Als in der Nacht ihres heimlichen Treffens ein Feuer ausbricht, schiebt der eifersüchtige Lehrer Johannes Freudhofer die Schuld auf Mathias, der zwanzig Jahre unschuldig im Gefängnis verbringt. Jahrzehnte später zieht der freigelassene Mathias als Straßenprediger, der „Evangelimann“, durch Wien und begegnet dem sterbenden Freudhofer, der sein Verbrechen gesteht und um Vergebung bittet.

Kulturelle Bedeutung

Die Oper wurde um 1900 zu einem der größten Bühnenerfolge des deutschsprachigen Raums, in 16 Sprachen übersetzt und weltweit über 5000-mal gespielt. Bis heute bekannt ist vor allem die Arie „Selig sind, die Verfolgung leiden“; das Gesamtwerk kehrt seltener, aber wiederholt auf die Spielpläne zurück, etwa in Chemnitz (2004), an der Volksoper Wien (2006) und in Klagenfurt (2012).

Community-Bewertung
—
0 Bewertungen
Home
Entdecken
Freunde
Profil