Der eigene Tod
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Der eigene Tod

Péter Nádas
Theater · 2002
Zeitgenossen

Über das Werk

Der eigene Tod ist ein autobiografischer Prosatext des ungarischen Schriftstellers Péter Nádas über den Herzinfarkt, den er 1993 erlitt. Das Buch erschien 2002 auf Deutsch im Steidl Verlag in der Übersetzung von Heinrich Eisterer, zusammen mit rund 150 Fotografien des Autors, die denselben Birnbaum zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten zeigen; die ungarische Ausgabe „Saját halál“ folgte 2004 bei Jelenkor. Für die Bühne richtete der Regisseur András Dömötör den Text am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ein, Premiere war 2024 im MalerSaal.

Handlung

Der Erzähler übergeht die ersten Warnzeichen, verdrängt den Schmerz und bricht schließlich auf offener Straße zusammen. Für wenige Sekunden steht er an der Schwelle zwischen Leben und Tod, bevor er wiederbelebt wird. Nádas beschreibt diesen zeitlosen Zustand, in dem das Denken aussetzt und wieder einsetzt, und die folgenden Tage im Krankenhaus; dabei tastet er sich in der Erinnerung bis zu seiner Geburt 1942 im kriegszerrütteten Budapest zurück.

Kulturelle Bedeutung

Die deutschsprachige Kritik nahm das Buch als knappe, philosophisch ernste Selbstbeobachtung an der Grenze des Todes auf: Die Süddeutsche Zeitung las es als philosophisches Journal mit Bildern, die Frankfurter Rundschau lobte seine geschlossene Form und Bildsprache, die Neue Zürcher Zeitung die Verbindung von sparsamem Text und Fotografien.

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