Demetrio
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Demetrio

Niccolò Jommelli
Oper · 1749

Über das Werk

Demetrio ist eine Opera seria in drei Akten auf ein vielfach vertontes Libretto von Pietro Metastasio – auch unter den Titeln Alceste, Cleonice oder Demetrio, rè della Siria bekannt –, dessen erste Vertonung 1731 Antonio Caldara in Wien lieferte. Niccolò Jommellis Fassung wurde im Frühjahr 1749 am Teatro Ducale in Parma uraufgeführt, mit dem berühmten Kastraten Gioacchino Conti, genannt „Gizziello“, in der Titelpartie des Alceste.

Handlung

Seit dem Tod ihres Vaters regiert Cleonice als Königin von Syrien und soll nach dem Willen des Volkes bald einen Gemahl wählen. Sie liebt jedoch den seit einer Schlacht verschollenen Hirten Alceste, den ihr Berater Olinto vergeblich als Rivalen fürchtet. Als Alceste unerwartet zurückkehrt und zum General ernannt wird, weigert sich Cleonice, ihre Wahl unter Zwang bekanntzugeben – bis sich herausstellt, dass Alceste in Wahrheit der totgeglaubte Prinz Demetrio ist und die Krone rechtmäßig mit ihr teilen kann.

Kulturelle Bedeutung

Jommelli überarbeitete die Parmaer Fassung 1751 für das Real Teatro del Buen Retiro in Madrid und 1753 für das Mannheimer Hoftheater und passte die Oper damit an drei verschiedene europäische Höfe an. Die Uraufführungsbesetzung mit dem international gefeierten Sopranisten Gizziello unterstreicht den Rang, den Parma der Produktion beimaß.

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