Über das Werk
Das verwunschene Schloss ist eine Operette in fünf Bildern von Carl Millöcker nach einem Libretto von Alois Berla. Die Uraufführung fand am 30. März 1878 im Theater an der Wien statt, mit Alexander Girardi als Andredl, dem Millöcker das Werk widmete.
Handlung
In einem Tiroler Dorf um 1780 gilt das nahe Schloss als verwunschen, weil dort nachts Lichter und Gestalten zu sehen sind – tatsächlich feiert der heimlich zurückgekehrte, verbannte Graf von Geiersburg dort mit Freunden. Der Bauer Seppl, verlobt mit Mirzl, wird entlassen, weil er den Geisterglauben nicht teilt, und betritt mit seinem Freund Andredl das Schloss. Die Sängerin Coralie nutzt die Verwirrung, um den Grafen zur Heirat zu bewegen und ihm so eine Begnadigung zu verschaffen; am Ende finden Seppl und Mirzl sowie Andredl und die Waldhexen-Enkelin Regerl zueinander.
Kulturelle Bedeutung
Das verwunschene Schloss wurde 1878 zu Millöckers erstem großen Bühnenerfolg und internationalen Publikumshit; mit ihm wandte er sich verstärkt musikalisch anspruchsvolleren Operetten zu.
