Das Spitzentuch der Königin
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Das Spitzentuch der Königin

Johann Strauss II
Oper · 1880
Operette

Über das Werk

Das Spitzentuch der Königin ist eine Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn) nach einem Libretto von Heinrich Bohrmann-Riegen und Richard Genée. Strauss dirigierte die Uraufführung am 1. Oktober 1880 am Theater an der Wien selbst.

Handlung

Im Portugal des 16. Jahrhunderts überlässt der vergnügungssüchtige König die Regierung seinem Statthalter Villalobos. Als der Dichter Cervantes wegen eines Spottlieds auf Villalobos verhaftet wird, befreit ihn die Königin, die seine Werke bewundert, und schenkt ihm ein Spitzentuch mit zweideutiger Botschaft; Villalobos spielt es dem König als Ehebruchsbeweis zu, bis Cervantes am Ende die Versöhnung der beiden herbeiführt.

Kulturelle Bedeutung

Das Werk wurde 1880 sofort zu Strauss' bis dahin größtem Bühnenerfolg, auch weil das Publikum darin eine Anspielung auf den Wiener Hof um Kaiser Franz Joseph und den damals 19-jährigen Kronprinzen Rudolf erkannte – dessen Tod in Mayerling neun Jahre später ließ die Operette rasch aus den Spielplänen verschwinden. Bis heute lebt zumindest der aus ihrer Musik geschöpfte Walzer „Rosen aus dem Süden" weiter.

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