Über das Werk
Das Spiel von Liebe und Zufall ist eine Prosakomödie in drei Akten von Pierre de Marivaux. Sie wurde am 23. Januar 1730 durch die Comédie-Italienne im Hôtel de Bourgogne in Paris uraufgeführt und zählt bis heute zu seinem meistgespielten Stück.
Handlung
Um ihren zukünftigen, ihr von den Eltern zugedachten Ehemann Dorante unerkannt kennenzulernen, tauscht Silvia mit Erlaubnis ihres Vaters die Rolle mit ihrer Kammerzofe Lisette. Ohne es zu wissen, hat Dorante denselben Einfall: Er lässt seinen Diener Arlequin seinen Platz einnehmen. So verlieben sich die beiden jungen Adligen, verkleidet als Dienstboten, ineinander und müssen sich fragen, ob ihre Zuneigung auch ohne Stand und Vermögen Bestand hätte.
Kulturelle Bedeutung
Als Musterbeispiel des „Marivaudage“ – des feinen, doppelbödigen Dialogs über das Entstehen der Liebe – gehört das Stück seit seiner Uraufführung fast ununterbrochen zum Repertoire der Comédie-Française und ist eines der meistgespielten Werke des französischen Theaters überhaupt.