Über das Werk
Carlo Goldoni schrieb "La bottega del caffè" 1750 im Zuge einer selbstgestellten Wette, binnen einer Saison sechzehn neue Komödien zu liefern; das Stück gilt als eines der Musterstücke seiner Reform der Commedia dell'arte hin zu einer Charakterkomödie des bürgerlichen Alltags.
Handlung
Auf einem venezianischen Platz mit Kaffeehaus, Barbierladen und Spielhölle verspielt der leichtsinnige Kaufmann Eugenio unter Anleitung des betrügerischen falschen "Conte" Leandro sein Geld und vernachlässigt seine Frau Vittoria. Der Kaffeehausbesitzer Ridolfo versucht zu vermitteln, während der Klatschmaul Don Marzio mit seinen Indiskretionen fast jede Beziehung auf dem Platz vergiftet – bis der Schwindel des falschen Conte auffliegt und Don Marzio bloßgestellt wird.
Kulturelle Bedeutung
Die Figur des Don Marzio, der aus reiner Neugier und Geschwätzigkeit Unheil anrichtet, gehört zu Goldonis einprägsamsten Charakterstudien und steht beispielhaft für sein Bestreben, statt fixer Masken psychologisch stimmige Typen zu zeichnen.