Über das Werk
Das goldene Vlies ist eine dramatische Trilogie von Franz Grillparzer aus den Teilen 'Der Gastfreund', 'Die Argonauten' und 'Medea'. Er arbeitete von 1818 bis Januar 1820 daran; die Uraufführung fand am 26. und 27. März 1821 an zwei aufeinanderfolgenden Abenden am Wiener Burgtheater statt.
Handlung
Der Grieche Phryxos bringt das goldene Vlies nach Kolchis und wird dort von König Aietes getötet. Jahre später kommt Jason mit den Argonauten, um das Vlies zurückzuholen; Aietes' Tochter Medea verhilft ihm mit ihrer Zauberkraft zum Erfolg und flieht dafür mit ihm nach Griechenland. In Korinth verstößt Jason die als Fremde gemiedene Medea für die einheimische Königstochter Kreusa; aus Rache tötet Medea die gemeinsamen Kinder und bringt das Vlies zu Apollos Tempel nach Delphi zurück.
Kulturelle Bedeutung
Mit seinem dreiteiligen Aufbau ist Das goldene Vlies Grillparzers umfangreichstes Bühnenwerk; die Medea-Handlung liest sich zugleich als Studie über Fremdsein und Ausgrenzung. Eine Burgtheater-Inszenierung des Stoffs wurde 2004 bei den Nestroy-Theaterpreisen in vier Kategorien nominiert und in zwei davon ausgezeichnet.
