Über das Werk
Komische Oper in zwei Akten von Ignaz Brüll nach einem Libretto von Salomon Hermann Mosenthal, das auf einer Erzählung von Mélesville beruht, uraufgeführt am 22. Dezember 1875 an der Königlichen Hofoper Berlin.
Handlung
Während der napoleonischen Kriege verliebt sich der junge Adlige Gontran de l'Ancre in Christine, die Schwester des Gasthofbesitzers Nicolas Pariset, verschweigt ihr jedoch aus Standesgründen seine wahre Herkunft. Als Gontran zum Militärdienst eingezogen wird, hinterlässt er Christine ein goldenes Kreuz als Erkennungszeichen für ein späteres Wiedersehen. Verwechslungen um Identität und Standesunterschiede verzögern die Vereinigung der beiden, bis das Kreuz am Ende die Liebenden endgültig zusammenführt.
Kulturelle Bedeutung
Der durchschlagende Erfolg der Uraufführung, bei der Kaiser Wilhelm I. dem Komponisten persönlich gratulierte, machte Brüll über Nacht bekannt und führte das Werk binnen wenigen Jahren auf mehr als 180 Bühnen, unter anderem 1878 nach London und 1886 an die Metropolitan Opera New York. Nach 1933 wurde die Oper wegen Brülls jüdischer Herkunft von den Nationalsozialisten verboten und verschwand danach weitgehend von den Spielplänen.