Über das Werk
Das Dorf ohne Glocke ist ein Singspiel in drei Akten von Eduard Künneke nach einem Buch von August Neidhart, das auf einer ungarischen Sage von Árpád Pásztor beruht. Die Uraufführung fand am 5. April 1919 im Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater in Berlin statt und wurde zu Künnekes erstem großen Bühnenerfolg – im selben Jahr übernahmen vierzehn weitere Theater das Werk in ihr Repertoire.
Handlung
In einem siebenbürgischen Dorf des 18. Jahrhunderts sammeln die Bewohner 500 Gulden, um ihrem Pfarrer zum fünfzigjährigen Amtsjubiläum eine neue Kirchenglocke zu schenken. Als der Pfarrer das Geld stattdessen einem notleidenden Schmiedegesellen gibt, entstehen Gerüchte und beinahe gewaltsame Konflikte im Dorf. Am Ende kauft ein Adliger die Glocke, es kommt zur Versöhnung, und das Stück endet mit ihrer feierlichen Weihe.
Kulturelle Bedeutung
Der Erfolg des Werks markierte Künnekes Durchbruch als Operettenkomponist und ebnete zwei Jahre später den Weg für seinen internationalen Erfolg mit „Der Vetter aus Dingsda“.