Über das Werk
Dardanus ist eine Tragédie en musique von Jean-Philippe Rameau nach einem Libretto von Charles-Antoine Leclerc de La Bruère. Die Uraufführung am 19. November 1739 an der Pariser Oper blieb wegen des als schwach empfundenen Librettos nur mäßig erfolgreich; für die Wiederaufnahme 1744 schrieb Rameau die letzten drei Akte fast vollständig neu, eine weitere, gestraffte Fassung ohne Prolog folgte 1760.
Handlung
Der junge Krieger Dardanus liebt Iphise, die Tochter seines Gegners, König Teucer, die jedoch dem verbündeten Krieger Anténor versprochen ist. Mithilfe des Zauberers Isménor kommen sich Dardanus und Iphise näher; als Dardanus ein Ungeheuer besiegt und dabei sogar Anténor rettet, versöhnen sich die verfeindeten Lager, und das Paar darf heiraten.
Kulturelle Bedeutung
Erst die 1760 revidierte, dritte Fassung begründete Dardanus' Ruf als eines von Rameaus bedeutendsten Bühnenwerken; bis heute gilt die Oper wegen ihrer musikalischen Kühnheit als Höhepunkt trotz der ursprünglich schwachen Handlung.