Creonte
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Creonte

Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski
Oper · 1776
Tragödie

Über das Werk

Opera seria in zwei Akten von Dmitri Bortnjanski nach einem Libretto von Marco Coltellini, das auf Sophokles' „Antigone“ beruht. Die Uraufführung fand am 26. November 1776 am Teatro San Benedetto in Venedig statt – Bortnjanskis erste Oper, entstanden während seines von Katharina II. finanzierten Studienaufenthalts in Italien bei Baldassare Galuppi.

Handlung

Nachdem sich die verfeindeten Söhne des thebanischen Königshauses gegenseitig getötet haben, besteigt Kreon den Thron und lässt nur einen der Brüder bestatten, den anderen aber unbestattet liegen. Antigone widersetzt sich dem Verbot, begräbt ihren Bruder Polyneikes heimlich und wird dafür zum Tod in einer Höhle verurteilt; Kreons eigener Sohn Hämon, der Antigone liebt, versucht vergeblich, sie zu retten. Anders als bei Sophokles endet die Handlung versöhnlich: Ein Volksaufstand erzwingt Antigones Freilassung, der Friede in Theben wird wiederhergestellt.

Kulturelle Bedeutung

Nach der Uraufführung galt die Partitur fast 250 Jahre als verschollen, bis die Musikwissenschaftlerin Olha Shumilina sie in der Biblioteca da Ajuda in Lissabon wiederfand; seither wird das Werk im Rahmen internationaler Kooperationsprojekte rekonstruiert und neu aufgeführt.

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