Über das Werk
Festa teatrale in drei Akten von Johann Joseph Fux nach einem Libretto von Pietro Pariati, uraufgeführt am 28. August 1723 anlässlich der Krönung Kaiser Karls VI. zum König von Böhmen in einem eigens errichteten Freilichttheater auf dem Prager Hradschin. Die Ballettmusik und den Schlussteil steuerte Nicola Matteis der Jüngere bei, Bühnenbild und Theaterarchitektur schuf Giuseppe Galli da Bibiena.
Handlung
Die nahe Rom im Jahr 508 v. Chr. angesiedelte Handlung zeigt die Belagerung der Stadt durch die Etrusker und die Standhaftigkeit römischer Helden: Cloelia stürzt sich in den Tiber, um zu entkommen, Horatius verteidigt allein eine Brücke, und Muzio hält seine Hand ins Feuer, um seine Furchtlosigkeit zu beweisen. Um diese Taten ranken sich Verwicklungen der Paare Valeria/Muzio und Clelia/Orazio, die am Ende zur Versöhnung zwischen Rom und den Etruskern führen.
Kulturelle Bedeutung
Der Titel greift Karls VI. persönlichen Wahlspruch „Constantia et Fortitudine“ auf; mit rund 100 Sängern und 200 Instrumentalisten in einem eigens rund 40 mal 120 Meter großen Amphitheater zählte die Aufführung zu den aufwendigsten Opernproduktionen des Barock. Das die italienische, französische und deutsche Stilelemente vereinende Werk gilt bis heute als eines der Hauptwerke von Fux' Opernschaffen und wurde von den styriarte-Festspielen wiederentdeckt.