Clivia
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Clivia

Nico Dostal
Oper · 1933
Operette

Über das Werk

„Clivia“ ist eine Operette in drei Akten von Nico Dostal nach einem Libretto von Charles Amberg und zugleich die erste Operette des Komponisten. Die Uraufführung fand am 23. Dezember 1933 im Theater am Nollendorfplatz in Berlin statt; die Titelrolle sang Lillie Claus, die spätere Ehefrau Dostals, den Präsidenten der Tenor Walter Jankuhn.

Handlung

Schauplatz ist Boliguay, eine erfundene südamerikanische Republik der 1930er-Jahre. Der amerikanische Finanzier Patterton reist mit einem Filmteam um den Star Clivia Gray an und will die Dreharbeiten als Tarnung für einen politischen Umsturz nutzen; um im Land drehen zu dürfen, geht Clivia eine Scheinehe mit dem Gaucho Juan Damigo ein, in den sie sich bald verliebt. Als das Komplott auffliegt, gibt sich Juan als Staatspräsident Olivero zu erkennen, stellt Clivias Gefühle auf die Probe – und sie entscheidet sich, zu bleiben und aus der Scheinehe eine echte Ehe zu machen.

Kulturelle Bedeutung

Mit „Clivia“ gelang Dostal der Durchbruch als Bühnenkomponist; das Werk gilt als sein erfolgreichstes und wurde schon im ersten Jahr nach der Uraufführung an mehr als hundert Bühnen nachgespielt. Die Musik verbindet südamerikanische Tanzrhythmen mit lyrischer Operettenmelodik; bekannt ist etwa die Nummer „Ich bin verliebt“. 1954 kam unter der Regie von Karl Anton eine Verfilmung ins Kino.

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