Über das Werk
Dramma per musica in drei Akten von Antonio Caldara nach dem Libretto von Pietro Metastasio, uraufgeführt am 28. August 1736 im Teatro della Favorita in Wien zum Geburtstag der Kaiserin Elisabeth Christine. Caldara vertonte den Text als Erster; die Partitur verlangt ein für die Zeit aufwendiges Blechbläseraufgebot aus vier Clarini, vier weiteren Trompeten und Pauken.
Handlung
Weil ihm ein Traum den Sturz durch den Sohn seiner Tochter Mandane prophezeit, lässt der medische König Astiage seinen neugeborenen Enkel Ciro aussetzen. Der beauftragte Höfling Arpago verschont das Kind jedoch heimlich, und ein Hirte zieht es unter dem Namen Alceo auf. Fünfzehn Jahre später treffen die Beteiligten bei einem Opferfest wieder aufeinander; als Ciros wahre Herkunft ans Licht kommt, erhält er die Krone und verzeiht seinem Großvater.
Kulturelle Bedeutung
Mit weniger als dreißig überlieferten Vertonungen war der Text seltener gefragt als andere Libretti Metastasios; besondere Wertschätzung erhielten später Niccolò Jommellis venezianische Fassung von 1749 und Johann Adolph Hasses Dresdner Aufführung von 1751, mit der die berühmte Sängerin Faustina Bordoni sich von der Bühne verabschiedete. Caldaras Uraufführung 1736 markierte den Anfang dieser Vertonungsgeschichte.