Über das Werk
Christophe Colomb ist eine Oper von Darius Milhaud nach einem Libretto von Paul Claudel über Leben und Nachleben des Christoph Kolumbus. Das mehr als 30 Rollen und 27 Bilder umfassende Werk wurde am 5. Mai 1930 an der Berliner Staatsoper in deutscher Übersetzung von Rudolph Stephan Hoffmann uraufgeführt, unter der musikalischen Leitung von Erich Kleiber.
Handlung
Ein Erzähler und ein Chor kommentieren Stationen aus Kolumbus' Leben – von der Fahrt über den Atlantik bis zu Verrat, Gefangenschaft und Tod –, während die Bühne in Rückblenden zwischen dem alten, sterbenden Kolumbus und seinem jüngeren Ich wechselt. Max Reinhardts Inszenierung setzte dazu umfangreiche Filmprojektionen ein, die historische Ereignisse und Traumbilder zeigten.
Kulturelle Bedeutung
Mit Chor, Sprechrollen, Filmeinspielungen und einer Aufführungsdauer von rund drei Stunden zählt Christophe Colomb zu den aufwendigsten Opernproduktionen der Weimarer Republik und zu den frühen Beispielen für den bewussten Einsatz von Film auf der Opernbühne.