Über das Werk
Castor et Pollux ist eine Tragédie en musique von Jean-Philippe Rameau nach einem Libretto von Pierre-Joseph-Justin Bernard. Die Uraufführung am 24. Oktober 1737 an der Académie royale de musique in Paris wurde ein großer Erfolg und stärkte Rameaus Stellung gegenüber den Anhängern Lullys; für eine Wiederaufnahme 1754 ersetzte er den Prolog durch einen neuen ersten Akt und straffte das Werk erheblich.
Handlung
Die sterbliche Télaïre liebt den sterblichen Castor, der im Kampf fällt. Sein unsterblicher Zwillingsbruder Pollux, der Télaïre ebenfalls liebt, verzichtet auf seine eigene Unsterblichkeit und steigt in die Unterwelt hinab, um Castor zurückzuholen. Am Ende vereint Jupiter beide Brüder für immer unter den Sternen.
Kulturelle Bedeutung
Die 1754er Fassung, in der Rameau Rezitative kürzte und die Handlung straffte, gilt bis heute als eine seiner ausgereiftesten Opern; nach langer Bühnenabwesenheit kehrte das Werk erstmals 1903 zurück.