Die Worte gehören uns
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Die Worte gehören uns

Yade Yasemin Önder
Theater · 2026
Zeitgenossen

Über das Werk

„Bu sözler bizim – Die Worte gehören uns“ ist ein Theaterstück von Yade Yasemin Önder für junges Publikum ab zehn Jahren, dessen Text fließend zwischen Deutsch und Türkisch wechselt. Unter dem kürzeren Titel „Die Worte gehören uns“ war es 2020 für den Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts nominiert. 2024 zeichneten die Wiener Wortstätten es mit dem exil-Dramatiker*innenpreis aus, der mit einer Uraufführung am Schauspiel Leipzig verbunden ist; sie fand am 17. April 2026 in der dortigen Diskothek statt, inszeniert von Ebru Tartıcı Borchers.

Handlung

Die fast zehnjährige Lale lebt mit ihrem Bruder Lilo und den Eltern irgendwo in Deutschland und müht sich mit der Sprache ihrer Mutter ab, deren Wörter ihr einfach nicht im Kopf bleiben. Die Mutter hat früher in Istanbul und Ankara als Journalistin gearbeitet, darf nun aber nicht mehr schreiben. Als sie eines Tages spurlos verschwunden ist, brechen die Geschwister kurzerhand auf, um sie zu finden, und reisen dabei durch ein Meer aus Buchstaben und auf der lebendig gewordenen Wohnzimmercouch quer über Europa.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück verknüpft Fragen nach sprachlicher Identität, Heimat und dem Verhältnis der Generationen mit Pressefreiheit und politischem Engagement und ist für ein mehrsprachiges Ensemble geschrieben. Die Leipziger Uraufführung wurde unter anderem von der Leipziger Volkszeitung und MDR Kultur besprochen; bereits am 7. Juni 2026 folgte eine zweite Inszenierung am Badischen Staatstheater Karlsruhe.

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