Brand
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Brand

Henrik Ibsen
Theater · 1885
DramaKlassiker

Über das Werk

Henrik Ibsen schrieb Brand in weniger als drei Monaten und stellte den letzten Akt Mitte Oktober 1865 fertig; das Versdrama erschien am 16. März 1866 bei Frederik Hegel in Kopenhagen und wurde noch im selben Jahr dreimal nachgedruckt. Ursprünglich als reines Lesedrama konzipiert, kam es erst am 24. März 1885 zur vollständigen Bühnenuraufführung – am Nya Teatern Stockholm unter Ludvig Josephson, mit Emil Hillberg in der über sechseinhalbstündigen Titelrolle.

Handlung

Der kompromisslose Landpfarrer Brand verlangt von sich und anderen, dass „Glaube und Leben eins“ sein müssen. Er verweigert seiner sterbenden Mutter die letzte Ölung, solange sie nicht ihren Besitz aufgibt, und hält an seinem harten Amtssitz fest, obwohl das raue Klima seinen kleinen Sohn und später auch seine Frau Agnes das Leben kostet. Nachdem er seine Gemeinde zum Bau einer großen Kirche bewegt hat, führt er sie stattdessen in die Berge – wo eine Lawine ihn und die geistesverwirrte Gerd unter sich begräbt.

Kulturelle Bedeutung

Das Werk gilt als Ibsens literarischer Durchbruch und begründete seinen Ruf als bedeutender skandinavischer Dichter. Die verspätete Bühnenpremiere wurde von Publikum und Kritik gut aufgenommen und noch im selben Jahr 15 weitere Male gespielt; bis heute bleibt Brand wegen seiner Länge und Titelrolle eine der seltener inszenierten großen Ibsen-Dramen.

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