Bramarbas
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Bramarbas

Ludvig Holberg
Theater · 1725
KomödieKlassiker

Über das Werk

Komödie von Ludvig Holberg, im Druck erstmals 1723 im ersten Sammelband seiner Lustspiele erschienen, auf der Bühne aber erst 1725 im Komödienhaus am Lille Grønnegade in Kopenhagen uraufgeführt. Der nach Plautus' „Miles gloriosus" gestaltete Stoff wurde 1741 von Johann Christoph Gottsched unter dem deutschen Titel „Bramarbas oder der großsprecherische Offizier" übersetzt und für die deutsche Bühne eingerichtet.

Handlung

Der mittellose, aber aufrichtige Leonard liebt Lucilia, muss sich jedoch gegen zwei großspurige Rivalen behaupten: den prahlerischen Offizier Jacob von Tyboe und einen eingebildeten Gelehrten. Der findige Diener Jesper Oldfux ergreift heimlich Partei für Leonard und hetzt die beiden Rivalen gegeneinander auf, bis ihr Streit eskaliert und sich schließlich gegen sie selbst wendet. Am Ende bleibt Leonard als einzig vernünftiger Bewerber übrig und gewinnt Lucilia.

Kulturelle Bedeutung

Mit der Titelfigur schuf Holberg einen der bekanntesten Aufschneider-Typen der skandinavischen Bühnenliteratur; der Name „Bramarbas" ging über Gottscheds Übersetzung als Wort für einen Großmaul ins Deutsche ein und ist als „bramarbasieren" bis heute gebräuchlich.

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