Boris Godunow
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Boris Godunow

Alexander Sergejewitsch Puschkin
Theater · 1870
DramaKlassiker

Über das Werk

Alexander Puschkin schrieb „Boris Godunow“ 1825 im Stil der Historiendramen William Shakespeares, angeregt auch durch Nikolai Karamsins Geschichtswerk und alte russische Chroniken. Das Drama erschien 1831 im Druck, doch die zaristische Zensur gab es erst 1866 für die Bühne frei; uraufgeführt wurde es am 17. September 1870 am Mariinski-Theater in St. Petersburg, 45 Jahre nach seiner Entstehung.

Handlung

Der Staatsmann Boris Godunow lässt den jungen Thronfolger Dmitri ermorden und besteigt, vom Volk gedrängt, selbst den Zarenthron. Als er zunehmend grausam herrscht, gibt sich der Mönch Grigori Otrepjew als der totgeglaubte Dmitri aus und führt mit fremder Unterstützung eine Erhebung an. Nach Boris' Tod wendet sich die aufgebrachte Menge gegen dessen Sohn Fjodor.

Kulturelle Bedeutung

Mit seinen locker gereihten, überwiegend blankversigen Szenen begründete Puschkin eine neue, dem Alltag nähere Form des russischen Geschichtsdramas. Das Stück inspirierte unter anderem Modest Mussorgskis gleichnamige Oper (1868–1874) und gilt bis heute als eines der bedeutendsten Werke der russischen Dramatik.

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