Über das Werk
Beute (Originaltitel Loot) ist ein Schauspiel des britischen Dramatikers Joe Orton, das am 1. Februar 1965 im Arts Theatre in Cambridge uraufgeführt wurde. Die deutsche Erstaufführung folgte am 9. März 1966 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg unter der Regie von Hansgünther Heyme.
Handlung
Kaum ist Mrs. McLeavy gestorben, drängt ihre Krankenschwester Fay, die bereits mehrere frühere Ehemänner auf dem Gewissen hat, den verwitweten McLeavy zur Wiederheirat. Gleichzeitig verstecken sein Sohn Hal und dessen Freund Dennis das Geld aus einem Bankraub im Sarg der Toten, während die Leiche selbst im Kleiderschrank landet. Als der korrupte Polizeikommissar Truscott den Fall untersucht, entscheidet er sich, statt die Täter zu verhaften, selbst an der Beute teilzuhaben.
Kulturelle Bedeutung
Die als satirische Farce angelegte Abrechnung mit bürgerlicher Scheinmoral, kirchlicher Trauerkultur und Polizeikorruption gilt neben „Entertaining Mr Sloane“ als eines der einflussreichsten Stücke Ortons und wurde 1969 unter dem Titel „Die größten Gauner weit und breit“ verfilmt.