Über das Werk
Benvenuto Cellini ist Hector Berlioz' erste Oper, uraufgeführt am 10. September 1838 an der Pariser Opéra. Das Libretto von Léon de Wailly und Auguste Barbier, an dem auch Alfred de Vigny mitwirkte, greift Episoden aus den Lebenserinnerungen des Renaissance-Bildhauers Benvenuto Cellini auf. Die technisch anspruchsvolle Partitur überforderte Sänger wie Publikum; nach wenigen Vorstellungen setzte die Opéra das Werk ab.
Handlung
Im römischen Karneval des Jahres 1532 liebt Cellini die Goldschmiedstochter Teresa, die ihr Vater dem Rivalen Fieramosca versprochen hat. Ein tödlicher Zwischenfall im Trubel des Karnevals bringt Cellini in Lebensgefahr; Papst Clemens VII. begnadigt ihn nur unter der Bedingung, seine Bronzestatue des Perseus noch am selben Abend zu vollenden. Unter Zeitdruck schmilzt Cellini eigene Kunstwerke ein, um den Guss zu retten, und gewinnt damit Freiheit und Teresa.
Kulturelle Bedeutung
Franz Liszt rettete das Werk 1852 mit einer gekürzten, deutschsprachigen Fassung für Weimar vor dem Vergessen; erst 1966 kehrte die Originalfassung am Royal Opera House London auf die Bühne zurück. Die Ouvertüre lieferte das Material für Berlioz' eigenständiges Konzertstück Le carnaval romain.
