Über das Werk
Béatrice et Bénédict ist Hector Berlioz' letzte vollendete Oper, ein zweiaktiges opéra comique nach Shakespeares Lustspiel Viel Lärm um nichts. Berlioz schrieb das Libretto selbst und komponierte das Werk 1860 bis 1862 im Auftrag des Baden-Badener Kurhausdirektors Édouard Bénazet für die Eröffnung des neuen Theaters. Die Uraufführung am 9. August 1862 in Baden-Baden dirigierte der Komponist selbst.
Handlung
In Messina kehren die Truppen siegreich heim; während Héro und Claudio ihre Hochzeit vorbereiten, überziehen sich die spitzzüngigen Bénédict und Béatrice öffentlich mit Spott über die Liebe. Ihre Freunde spielen beiden heimlich vor, der andere sei insgeheim verliebt, bis aus dem Spott echte Zuneigung wird. Bei der Doppelhochzeit am Ende gestehen sich Béatrice und Bénédict ihre Liebe, ohne ihren Witz zu verlieren.
Kulturelle Bedeutung
Anders als Shakespeares Vorlage verzichtet Berlioz auf die Intrige um Heros vermeintliche Untreue und konzentriert sich ganz auf das komische Paar; die Figur des pedantischen Kapellmeisters Somarone gilt als Selbstparodie des Komponisten. Unter den Premierengästen waren Georges Bizet und Charles Gounod.
