Über das Werk
Bastien und Bastienne ist ein einaktiges deutsches Singspiel, das der zwölfjährige Wolfgang Amadeus Mozart 1768 komponierte. Das Libretto von Friedrich Wilhelm Weiskern, Johann Heinrich Müller und Johann Andreas Schachtner beruht auf einer Wiener Bearbeitung von Jean-Jacques Rousseaus Schäferspiel „Le devin du village", das hier liebevoll parodiert wird.
Handlung
Die Schäferin Bastienne fürchtet, ihr Geliebter Bastien habe sich von ihr abgewandt. Der Dorfwahrsager Colas rät beiden zu einem Spiel aus vorgetäuschter Gleichgültigkeit, das zunächst Eifersucht und Verwirrung stiftet, ehe es die beiden wieder zueinanderführt.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk zeigt schon beim zwölfjährigen Mozart ein Gespür für musikalische Situationskomik. Ob es tatsächlich, wie eine bekannte Anekdote behauptet, im Wiener Garten des Arztes Franz Anton Mesmer erklang, ist wissenschaftlich nicht belegt; nachweisbar aufgeführt wurde es erst am 2. Oktober 1890 in Berlin.