Über das Werk
Bandscheibenvorfall ist ein Theaterstück von Ingrid Lausund, das die Autorin selbst am 6. April 2002 im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses Hamburg uraufführte. Der Untertitel „ein Abend für Leute mit Haltungsschäden“ kündigt eine bissige Betrachtung des Büroalltags an.
Handlung
Fünf Angestellte warten im Vorzimmer eines nie sichtbaren Chefs und wollen sich gegenseitig beim Eindruckmachen ausstechen. Immer wieder verschwindet jemand hinter der Tür und kehrt sichtbar angeschlagen zurück, während Konkurrenzdruck und Desinformation eskalieren. Im zweiten Teil weichen die anfangs typisierten Figuren auf und legen in Einzelmonologen ihre unerfüllten persönlichen Sehnsüchte offen.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gilt als bissige Farce über Selbstoptimierung und Konkurrenzdruck in flachen Bürohierarchien und wurde nach der Uraufführung an zahlreichen Bühnen im deutschsprachigen Raum nachgespielt.