Über das Werk
Operette in einem Vorspiel und drei Akten von Paul Abraham nach einem Libretto von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda. Die Uraufführung fand am 23. Dezember 1932 im Berliner Großen Schauspielhaus statt, mit Gitta Alpár, Rosy Barsony und Oskar Dénes in den Hauptrollen.
Handlung
Ein frisch vermähltes Adelspaar verbringt die Flitterwochen in Nizza, als eine frühere Affäre des Ehemanns wieder auftaucht. Beim titelgebenden Ball im Hotel Savoy sorgen Verwechslungen für Verwirrung, unter anderem um die Geschäftsfrau Madeleine de Faublas, die in Ehevertragsfragen auf Gleichberechtigung besteht; am Ende finden die Paare zueinander.
Kulturelle Bedeutung
Die Partitur verbindet Berliner Jazz, ungarische Zigeunerweisen, Wiener Melodik und jiddischen Klezmer und gilt als Höhepunkt von Abrahams Operettenschaffen. Nur wenige Wochen nach der umjubelten Uraufführung wurde das Stück im April 1933 wegen der jüdischen Herkunft von Komponist und Librettisten – Löhner-Beda kam später im KZ um – vom Spielplan abgesetzt; erst eine 2013 rekonstruierte Fassung an der Komischen Oper Berlin brachte es zurück auf die Bühne.