Attilio Regolo
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Attilio Regolo

Niccolò Jommelli
Oper · 1753

Über das Werk

Attilio Regolo ist eine Opera seria in drei Akten auf ein Libretto von Pietro Metastasio, das ursprünglich 1740 für den Namenstag Kaiser Karls VI. entstand, aber durch dessen Tod nie zur geplanten Aufführung kam; uraufgeführt wurde der Text erst 1750 in Dresden durch Johann Adolph Hasse. Niccolò Jommelli vertonte den Stoff für das Teatro delle Dame in Rom, wo seine Fassung am 8. Januar 1753 uraufgeführt wurde. Da Frauen auf römischen Bühnen verboten waren, sangen bei der Uraufführung ausschließlich Männer, auch die weiblichen Partien, etwa Lorenzo Ghirardi als Attilia und Antonio Mazziotti als Barce.

Handlung

Der römische Feldherr Regolo befindet sich seit fünf Jahren in karthagischer Gefangenschaft, als eine Gesandtschaft nach Rom kommt, um über seine Freilassung zu verhandeln. Seine Tochter Attilia und sein Sohn Publio hoffen auf seine Rückkehr, doch Regolo selbst rät dem Senat, die karthagischen Friedensbedingungen abzulehnen, um Roms Ehre nicht durch Nachgiebigkeit zu beschädigen – auch wenn ihm das die eigene Hinrichtung einbringen könnte. In diesen Konflikt zwischen Staatsraison und persönlichem Glück verwickelt sind zudem die Liebenden Barce und Publio sowie der karthagische Gesandte Amilcare.

Kulturelle Bedeutung

Die römische Fassung wurde 1761 als Pasticcio am Teatro San Carlo in Neapel nachgespielt und erreichte über den Verlag Walsh, der 1754 Auszüge in London herausbrachte, auch das englische Publikum, wo die Oper 1754 und 1762 aufgeführt wurde. Jommellis Partitur setzt mit zwei Trompeten, Hörnern und Oboen sowie gemischtem Chor auf einen für seine römischen Jahre typischen, festlich besetzten Klang.

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