Über das Werk
Oper in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi nach Zacharias Werners Drama „Attila, König der Hunnen“ (1808), uraufgeführt am 17. März 1846 im Teatro La Fenice in Venedig. Das Libretto stammt von Temistocle Solera; den letzten Akt vollendete Francesco Maria Piave, nachdem Solera nach Madrid gezogen war.
Handlung
Der Hunnenkönig Attila erobert das oberitalienische Aquileia. Odabella, Tochter eines von ihm getöteten Fürsten, gewinnt sein Vertrauen und plant, ihn wie die biblische Judith zu töten. Zwischen politischer Intrige um den Römer Ezio und Odabellas Rachevorhaben treibt das Werk auf Attilas Ermordung durch sie zu.
Kulturelle Bedeutung
Das zeitgenössische Publikum verstand die patriotischen Untertöne des Werks im Vorfeld der Revolutionen von 1848 als Aufruf gegen die habsburgische Fremdherrschaft: Der Ausruf „Resti l'Italia a me“ (Lasst mir Italien) im Duett zwischen Ezio und Attila wurde in Venedig und später in Rom demonstrativ akklamiert. Attila zählt zu den Opern, die Verdi den Ruf als musikalische Stimme des Risorgimento einbrachten.
