Über das Werk
Artaserse ist eine Opera seria von Niccolò Jommelli nach dem Libretto von Pietro Metastasio, in Jommellis zweiter Vertonung des Stoffs. Die Uraufführung fand am 30. August 1756 am Herzoglichen Theater in Stuttgart statt, eine weitere Aufführung ist für 1757 in Rom belegt. Das mit über 90 Vertonungen populärste Libretto Metastasios war 1730 erstmals von Leonardo Vinci in Rom vertont worden.
Handlung
Der persische König Serse wird von seinem Gardebefehlshaber Artabano ermordet, der den Verdacht auf Serses älteren Sohn Dario lenkt; dieser wird auf Befehl seines jüngeren Bruders, des neuen Königs Artaserse, hingerichtet. Als sich herausstellt, dass Dario unschuldig war, gerät Artabanos eigener Sohn Arbace – Artaserses bester Freund und Liebhaber von dessen Schwester Mandane – wegen eines blutigen Schwerts in Verdacht. Artaserse muss zwischen Freundestreue und dem Anspruch auf ein gerechtes Urteil entscheiden, während der wahre Täter im Hintergrund weiter Ränke schmiedet.
Kulturelle Bedeutung
Dass Jommelli den Stoff um 1756 bereits ein zweites Mal vertonte, unterstreicht, wie zentral Artaserse als meistvertontes Libretto Metastasios im Repertoire der Zeit war. Die Stuttgarter Fassung wurde im Jahr darauf auch in Rom nachgespielt.
