Über das Werk
Aroldo ist eine Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi, die 1856/57 gemeinsam mit dem Librettisten Francesco Maria Piave aus der 1850 uraufgeführten, von der Zensur beschnittenen Oper „Stiffelio" hervorging. Die Uraufführung fand am 16. August 1857 am Teatro Nuovo in Rimini unter der Leitung von Angelo Mariani statt.
Handlung
Anstelle des zeitgenössischen protestantischen Pfarrers aus „Stiffelio" tritt hier der aus dem Kreuzzug heimkehrende Ritter Aroldo, der die Untreue seiner Frau Mina entdeckt. Nach Duellforderung, Trennung und einem neu komponierten vierten Akt mit Schiffbruch am Loch Lomond in Schottland versöhnen sich beide am Ende.
Kulturelle Bedeutung
Die Umarbeitung war bei der Premiere ein großer Erfolg und wurde danach vielerorts in Italien gespielt, geriet jedoch nach 1870 zunehmend in Vergessenheit – vor allem, seit die Originalpartitur von „Stiffelio" 1968 wiederentdeckt wurde und dieses Werk seither bevorzugt aufgeführt wird.