Über das Werk
Armida ist ein Dramma eroico in drei Akten nach einem vermutlich von Nunziato Porta zusammengestellten Libretto, das auf Torquato Tassos Epos Das befreite Jerusalem zurückgeht. Haydn brachte die Oper am 26. Februar 1784 im Opernhaus von Eszterháza zur Uraufführung; es war seine letzte Opera seria.
Handlung
Die Zauberin Armida bindet den Kreuzritter Rinaldo mit Liebeszauber in einem verwunschenen Garten an sich, bis seine Waffenbrüder ihn zur Rückkehr in den Kampf gegen die Sarazenen bewegen. Armida bleibt am Ende verlassen zurück und schwört Rache.
Kulturelle Bedeutung
Mit 54 Aufführungen bis 1788 war Armida die meistgespielte Oper am Hof Esterházy zu Haydns Zeit; er selbst hielt sie für seine beste Oper, und ein zeitgenössischer Kritiker verglich die durchweg ernste Anlage des Werks mit Mozarts späterer Zauberflöte-Ouvertüre.
