Über das Werk
Antigono ist eine Opera seria in drei Akten auf ein Libretto von Pietro Metastasio, das ursprünglich für den Namenstag Kaiser Karls VI. entstand und nach dessen Tod erst 1743 durch Johann Adolph Hasse in Dresden uraufgeführt wurde. Niccolò Jommelli vertonte den Stoff im September 1744 für das Teatro Grande in Crema und überarbeitete seine Fassung 1746 für eine Aufführung in Lucca sowie 1757 für das Nuovo Teatro in Cremona.
Handlung
Der makedonische König Antigono ist mit der ägyptischen Prinzessin Berenice verlobt, in die sich jedoch auch sein Sohn Demetrio verliebt und dafür verbannt wird. Als der ebenfalls in Berenice verliebte Alessandro von Epirus in Makedonien einfällt, hält Demetrio seinem Vater dennoch die Treue und schlägt den Angreifer zurück. Aus Dankbarkeit für diese Standhaftigkeit überlässt Antigono seinem Sohn schließlich die eigene Braut.
Kulturelle Bedeutung
Für die Lucchese Wiederaufnahme 1746 ließ Jommelli dem gedruckten Libretto ein eigenes Heft mit Ersatzarien beilegen – ein Beleg für die damals übliche Praxis, Partien für einzelne Sänger anzupassen. Dass die Oper danach noch 1757 in Cremona auf den Spielplan kam, zeigt ihre anhaltende Bühnenpräsenz in Oberitalien.
