Andante
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Andante

Lars Norén
Theater · 2019
DramaZeitgenossen

Über das Werk

„Andante“ ist ein Schauspiel des schwedischen Dramatikers Lars Norén über Alter, Erinnerung und Abschied. Es bildet den ersten Satz einer Trilogie über das Altern, deren übrige Teile schon vorher herauskamen: „Vintermusik“ 2017 am Kulturhuset Stadsteatern in Stockholm und „Poussière“ 2018 an der Comédie-Française in Paris. Die Uraufführung am 1. März 2019 auf der Lilla scenen des Stockholmer Dramaten inszenierte Norén selbst, der auch an Bühne und Kostümen mitwirkte.

Handlung

Schauplatz ist ein Heim für alte Menschen, gedacht als letzter Raum: Eine Gruppe, die sich nicht selbst zusammengefunden hat, hält dort weiter an alten Rangordnungen und Klassenunterschieden fest. Die nur mit Buchstaben bezeichneten Figuren – eine demente frühere Ärztin und ihr unnachgiebiger Mann, ein Architekt, dazu ein Arbeiter und eine Schriftstellerin mit Erinnerungen an Paris – kreisen um Erinnerungsfetzen, halb vergessene Zitate und alte Kränkungen. Zu Besuch kommen eine Tochter und ein Schwiegersohn, die ihr eigenes Leben weiterführen wollen. Norén beschrieb den Verlauf als Weg vom Realismus in den Albtraum.

Kulturelle Bedeutung

Der Titel spielt auf den langsamen Satz eines Musikstücks an. Mit namenlosen Figuren und dem Kreisen um Zeit und Tod steht das Stück für Noréns Spätwerk. Die schwedische Kritik verglich die Uraufführung mit der Reglosigkeit Beckett’scher Figuren und mit Harry Martinsons „Aniara“ und hob hervor, dass Norén statt einer durchgehenden Handlung Stimmungen und kleine Begebenheiten aneinanderreiht.

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9. April 2027
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