Über das Werk
Anacréon ist ein einaktiges Acte de ballet von Jean-Philippe Rameau nach einem Libretto von Pierre-Joseph Bernard, das als neuer dritter Teil in die Wiederaufnahme von Rameaus Ballett „Les surprises de l'Amour“ eingefügt wurde. Die Uraufführung fand am 31. Mai 1757 an der Pariser Oper statt; Rameau hatte bereits 1754 ein gleichnamiges, aber inhaltlich völlig anderes Werk nach einem Libretto von Cahusac komponiert.
Handlung
Der Dichter Anakreon preist den Wein und wird deswegen von den Mänaden des Bacchus bedrängt, weil er zugleich die Liebe rühmt. Amor greift ein und entscheidet den Streit zwischen Wein und Liebe zugunsten der Liebe, die sich am Ende festlich mit dem Wein versöhnt.
Kulturelle Bedeutung
Weil der ursprüngliche, dem Frieden von Aachen gewidmete Prolog von „Les surprises de l'Amour“ 1757 als überholt galt, ersetzte Rameau ihn durch dieses neue Stück, das seither meist eigenständig aufgeführt wird.
