Über das Werk
Hirtenspiel (favola pastorale) in fünf Akten von Torquato Tasso, uraufgeführt am 23. März 1573 auf der Flussinsel Belvedere bei Ferrara vor dem Hof Alfons' II. d'Este. Tasso schrieb das Stück während seiner Jahre als Hofdichter in Ferrara; der Erstdruck folgte 1580.
Handlung
Der Hirte Aminta liebt die spröde Nymphe Silvia, die sich lieber der Jagd als der Liebe widmet. Als ein Satyr sie überfällt, rettet Aminta sie in letzter Sekunde; ein falsches Gerücht von Silvias Tod treibt ihn daraufhin zu einem Selbstmordversuch, den er nur knapp überlebt. Erschüttert von seiner Treue erwidert Silvia schließlich seine Liebe.
Kulturelle Bedeutung
Aminta gilt als eines der prägenden Werke der italienischen Schäferdichtung und beeinflusste das europäische Pastoraldrama der folgenden Jahrhunderte maßgeblich, unter anderem Giovanni Battista Guarinis "Il pastor fido". Es spiegelt die höfische Idylle von Ferrara wider, die Tasso später als glücklichste Zeit seines Lebens beschrieb.