Über das Werk
„Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ ist die Theaterfassung des gleichnamigen Debütromans von Fiona Sironic, der im März 2025 bei Ecco in der Verlagsgruppe HarperCollins erschien. Für die Bühne eingerichtet hat den Stoff zuerst Amalia Starikow am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, als Produktion von Schauspiel und Jungem Staatstheater. Die Uraufführung in ihrer Regie war am 4. September 2026 in der Wiesbadener Spielstätte Wartburg.
Handlung
Die Handlung ist in den 2050er-Jahren angesiedelt, in einer Welt, die Hitze, Waldbrände und das Verschwinden ganzer Tierarten prägen. Die fünfzehnjährige Era lebt mit ihrer Mutter am Waldrand und führt Buch über die Vogelarten, die aussterben. Auf der Lichtung nebenan sprengen ihre Mitschülerin Maja und deren Schwester Merle jeden Samstag Festplatten, auf denen ihre Mütter, zwei Momfluencerinnen, die Kindheit der Töchter öffentlich gemacht haben. Während die Turteltaube ausstirbt, verlieben sich Era und Maja ineinander, bis ein großer Waldbrand ihre Welt erfasst.
Kulturelle Bedeutung
Der Roman kam 2025 auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises; die Kritik lobte in taz, Welt und Süddeutscher Zeitung vor allem Tempo und Sprache, während die FAZ einen tragenden Erzählfaden vermisste. 2026 erhielt Sironic dafür den Niederrheinischen Literaturpreis. Das Theater Bielefeld hat für Januar 2027 bereits eine eigene Inszenierung angesetzt.
