Über das Werk
„Alltägliche Spektakel“ ist ein Theaterstück von Paula Kläy mit dem Untertitel „Ein Stück über Arbeit im 21. Jahrhundert“. Grundlage war eine zweimonatige künstlerische Recherche quer durchs Saarland in Kooperation mit der Arbeitskammer des Saarlandes: Das Team besichtigte Betriebe, besuchte Archive, stand mit Ständen auf der Straße und sprach in Einzel- und Gruppengesprächen mit knapp 100 Menschen aus der Region über ihre Arbeit. Die Uraufführung fand am 5. September 2026 am Saarländischen Staatstheater in der Alten Feuerwache statt, in der Regie von Rosa Rieck und mit einem Bürgerensemble neben den Schauspielerinnen und Schauspielern.
Handlung
Eine Gruppe rätselhafter Wesen will die Menschheit erforschen: was Menschen brauchen, wie sie funktionieren und worin sie sich widersprechen. Als Material dient ihnen ein Tonarchiv, in dem Erfahrungen mit Arbeit aus der Vergangenheit gesammelt sind. Aus diesen Stimmen setzt sich nach und nach ein Bild zusammen, was Menschen an ihre Arbeit bindet und wie eng Arbeit mit dem Selbstverständnis einer Region verflochten ist.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück verbindet dokumentarisches Material aus dem Saarland mit einem Motiv, das Kläys Theatertexte häufig prägt: eigenwillige Figuren, die wie Forschende von außen auf die Gegenwart blicken. Die Uraufführungsproduktion wird von der Gesprächsreihe „Zukünfte der Arbeit“ begleitet, in der nach den Vorstellungen Fachleute aus Politik, Journalismus, Literatur, Soziologie und Zukunftsforschung mit dem Publikum diskutieren.