Über das Werk
Tragödie des Euripides, uraufgeführt 438 v. Chr. bei den Dionysien in Athen als vierter Teil einer Tetralogie – ungewöhnlich an der Stelle, die sonst einem Satyrspiel vorbehalten war, was dem Stück seinen tragikomischen Ton verleiht. Es erhielt den zweiten Preis.
Handlung
König Admetos von Pherai darf dem Tod entgehen, wenn sich jemand bereit erklärt, an seiner Stelle zu sterben; nur seine Frau Alkestis ist dazu bereit und stirbt für ihn. Als der Gott Herakles, ein Gast im Haus, vom Opfer erfährt, ringt er dem Tod Alkestis im Kampf ab und bringt sie ihrem Mann verschleiert zurück.
Kulturelle Bedeutung
Als frühestes vollständig erhaltenes Stück des Euripides nimmt „Alkestis“ durch seine Mischung aus Trauer, Gastfreundschaft und komischen Elementen wie dem trunkenen Herakles eine Sonderstellung im Tragödienkanon ein. Es inspirierte unter anderem Christoph Willibald Glucks Oper „Alceste“ (1767).