Alfonso und Estrella
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Alfonso und Estrella

Franz Schubert
Oper · 1854
Oper

Über das Werk

Alfonso und Estrella ist eine durchkomponierte romantische Oper in drei Aufzügen von Franz Schubert nach einem Libretto seines Freundes Franz von Schober, bewusst ohne gesprochene Dialoge angelegt. Schubert schrieb die Musik zwischen September 1821 und Februar 1822 in Sankt Pölten und Wien; Opernhäuser in Wien, Berlin, Dresden und Graz lehnten das Werk jedoch ab. Erst 1854 brachte Franz Liszt es, stark gekürzt, am Weimarer Hoftheater zur Uraufführung.

Handlung

Alfonso, Sohn eines vertriebenen Königs, und Estrella, Tochter des Usurpators, begegnen sich bei einer Jagd und verlieben sich, ohne die Herkunft des anderen zu kennen. Ein Geschenk Alfonsos, die sagenhafte „Kette Eurichs“, wird zum Schlüssel der politischen Verwicklung: Nach einem Aufstand und einer Rettung bereut Estrellas Vater sein Unrecht, das alte Königshaus wird wiederhergestellt, und die beiden jungen Liebenden erhalten gemeinsam die Krone.

Kulturelle Bedeutung

Trotz Liszts Fürsprache blieb dem Werk der Bühnenerfolg versagt; die Kritik bemängelte seit jeher die schwache dramatische Handlung bei gleichzeitig reicher, kunstvoller Musik. Die Oper gilt dennoch als Beleg für Schuberts sinfonisch-liedhaften Personalstil auf der Opernbühne und wird gelegentlich konzertant oder in Bearbeitungen wieder aufgeführt.

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