Über das Werk
Alessandro nell’Indie ist eine Opera seria in drei Akten von Leonardo Vinci nach einem Libretto von Pietro Metastasio. Die Uraufführung fand am 2. Januar 1730 am Teatro delle Dame in Rom statt, wiederum mit rein männlicher Besetzung. Es war die erste Vertonung dieses nach Artaserse zweitbeliebtesten Librettos von Metastasio.
Handlung
Nach seinem Sieg über den indischen König Poro verliebt sich Alessandro der Große in dessen Verlobte, Königin Cleofide, was bei Poro Eifersucht und Verzweiflung auslöst. Der Verräter Timagene schürt zusätzlich Intrigen und plant ein Attentat auf Alessandro. Am Ende erweist sich Alessandro als großzügiger Sieger: Er gibt Poro sein Reich zurück, vereint ihn mit Cleofide und belohnt den treuen General Gandarte mit der Hand von Poros Schwester Erissena.
Kulturelle Bedeutung
Das Libretto wurde in der Folge rund 90-mal vertont, unter anderem 1731 von Händel als „Poro“ und von Hasse als „Cleofide“. Vincis Uraufführung in Rom gehört mit fünf Countertenor-Partien zu den auffälligsten frühen Vertonungen des Stoffs über die Großmut des Siegers.
