Über das Werk
Große historisch-romantische Oper in drei Akten von Gaspare Spontini nach einem deutschen Libretto von Ernst Raupach, Spontinis letzte Oper und sein einziges Werk in deutscher Sprache. Die Uraufführung fand am 12. Juni 1829 am Königlichen Opernhaus Berlin statt; für eine Wiederaufnahme 1837 überarbeitete Spontini das Werk grundlegend.
Handlung
Im mittelalterlichen Konflikt zwischen Kaiser Heinrich VI. und den Welfen ist Agnes, eine Cousine des Kaisers, mit Heinrich, dem Sohn Heinrichs des Löwen, verlobt. Als der Kaiser sie stattdessen dem französischen König Philipp II. August versprechen will, flieht das Paar und heiratet heimlich. Nach einem Anschlag auf den Kaiser stellt sich Heinrich schützend vor ihn, worauf der sterbende Philipp ihn begnadigt und der Kaiser die Ehe segnet.
Kulturelle Bedeutung
Als Beispiel der deutschen Opernromantik der 1820er Jahre steht das Werk thematisch neben Webers „Euryanthe" und weist voraus auf Wagners „Tannhäuser". Weil Spontinis Originalfassung lange als verschollen galt, wurden moderne Einspielungen meist auf Italienisch gesungen, bis eine Erfurter Aufführung 2018 erstmals wieder die deutsche Originalsprache verwendete.