Agnes Bernauer
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Agnes Bernauer

Friedrich Hebbel
Theater · 1852
Tragödie

Über das Werk

Agnes Bernauer ist ein Trauerspiel in fünf Akten von Friedrich Hebbel. Nach nur drei Monaten Arbeit im Dezember 1851 vollendet, wurde es am 25. März 1852 am Münchner Hof- und Nationaltheater uraufgeführt; die Buchausgabe folgte 1855 nach durchschlagendem Bühnenerfolg.

Handlung

Herzog Albrecht von Bayern verliebt sich in die bürgerliche Baderstochter Agnes Bernauer und heiratet sie heimlich. Sein Vater, Herzog Ernst, sieht dadurch die Erbfolge gefährdet und lässt Agnes 1435 in der Donau ertränken. Erst eine militärische Revolte Albrechts führt zur Versöhnung zwischen Vater und Sohn.

Kulturelle Bedeutung

Hebbel behandelt anhand eines bayerischen Stoffes des 15. Jahrhunderts den Konflikt zwischen Staatsräson und individuellem Recht, ohne eindeutig Partei zu ergreifen. Im Nationalsozialismus erlebte das Stück wegen seiner Deutung vom „Vorrang von Staat und Volk vor dem Einzelnen“ einen Aufführungsboom, wurde nach 1945 zunächst gemieden und gilt heute als bayerisches Kulturgut.

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